Wie Du Emotionen zeichnest: das Lächeln

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..Möchte man beim Emotionen zeichnen das Gefühl von glücklich sein vermitteln, weiß man intuitiv welcher Gesichtsausdruck gezeichnet werden muss- das Lächeln. Lächeln ist der Kitt in der zwischenmenschlichen Beziehung, es aktiviert andere Bereiche im Gehirn, als ein ernstes Gesicht und sorgt z. B. dafür, dass man sich bei einer ersten Begegnung den Namen der Person besser merken kann, wenn diese lächelt.

Doch es gibt natürlich auch das falsche Lächeln, ja es gibt sogar Menschen, die in jeder Lebenslage lächeln. Das bedeutet für uns in der Illustrationswelt, dass ein Lächeln auch gern benutzt wird, um Schurken und Bösewichte darzustellen, die fies und unberechenbar sind.

Der französische Muskelforscher Guillaume Duchenne experimentierte im 19. Jahrhundert mit Elektroden und reizte verschiedene Gesichtsmuskeln seiner Probanden mit Strom. Er entdeckte, dass bei einem Lächeln (ein ehrliches, spontanes Lächeln) nur 2 Muskeln benutzt werden: der Zygomaticus (zieht die Mundwinkel hoch) und der Orbicularis oculi pars lateralismajor, der die Wangen hebt und Falten um die Augen hervorruft. Aktiv kontrollieren können wir nur den Zygomaticus- Muskel, was bedeutet, dass bei einem falschen Lächeln die Falten um die Augen fehlen. Das „echte“ Lächeln wurde, nach dieser Entdeckung, fortan nur noch das Duchenne – Lächeln genannt.

Beim Zeichnen, insbesondere beim Cartoonzeichnen, gibt es tausende und abertausende Lächelvariationen und fast kein Limit sich hier auszuprobieren. Der Cartoonzeichner genießt die Freiheit sich nur grob an die anatomischen Vorgaben halten zu müssen und kann die Position und Ausführung des Mundes in jeder Situation neu anpassen und ausrichten. Er kann ihn verzerren und übertrieben darstellen. Deshalb ist das zeichnen im Cartoonstil so gut geeignet für Zeichenanfänger oder für einen Exkurs in die Welt des Lächelns.

Im Folgenden habe ich einmal in Seitenansicht in ein Gesicht verschiedene Lächelarten gezeichnet. Beachte, dass das Lächeln auch Auswirkung auf die Nase, Augen und den Mund haben kann.

 

 

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Nun kommen einmal ein paar Lächelvariationen, indem ich verschiedene Formen und Positionen in einem Gesicht ausprobiere. Der Rest des Gesichtes bleibt unverändert.

 

 

Tipp:
Ich empfehle einmal verschiedene Arten des Lächelns auszuprobieren und dabei auch Formen zu benutzen, die beim naturalistischen Zeichnen nicht verwendet werden würden. Was macht das mit dem Gesicht? Wie verändert sich der Charakter?
Probiere nun einmal die Augen zu verändern- wie verändert sich hier jetzt der Charakter? Wird er liebenswürdiger oder ganz fies?

 

Wenn Du lernen willst, wie man andere Emotionen wie „die Wut“ zeichen lernt, dann schau doch einmal hier vorbei -> klick

Wenn es etwas gibt, worüber Du gerne mehr wissen willst, dann lass es mich doch gerne wissen. Schreibe mir einfach unten in die Kommentare. Ich freue mich über Wünsche und nehme sie gerne in einen der nächsten Blogposts auf.

Jetzt aber genug geschnackt, wie wir hier in Norddeutschland sagen! Ran an die Stifte, ein einfaches Blatt Papier geschnappt und rumgekritzelt. Ich wünsche Dir viel Freude beim Zeichnen!

Comment ( 1 )

  • Doro Kaiser

    Lustig, danke. So kleine Veränderungen bewirken manchmal ganz schön viel. Der Charakter ist gleich ein anderer. Toll!
    Liebe grüße, Doro Kaiser.

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