5 Tipps für eine erfolgreiche Akquise per Postkarte

Akquise mit Promopostkarten

Akquise mit Promopostkarten

Gerade, wenn man anfängt mit seiner Illustratoren Karriere, ist es wichtig Akquise zu betreiben. Denn Du kannst gut sein, wie Du willst (vielleicht sogar einer der Besten) es nützt Dir nichts, wenn es niemand sonst weiß. Die Hoffnung, dass jemand eines schönen Tages an Deinem Schreibtisch vorbei kommt und Dich per Zufall entdeckt, ist nicht reell.
Du hast nun eine schicke Portfolio Website, einen Blog, Visitenkarten/ Flyer und machst Werbung per Social Media? Fein! Heute möchte ich eine weitere Akquise Variante vorstellen – der Werbung per Postkarte.

Gerade in der heutigen, digitalen Zeit ist es toll „echte“ Post zu bekommen. Man kann eine Postkarte in die Hand nehmen, genauer anschauen und sie sich, wenn man sie richtig toll findet, irgendwo hinhängen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass es eine relativ günstige Variante der Werbung ist: Postkarten sind online preiswert und schnell gedruckt, eine Briefmarke kostet aktuell 0,45 €.Mit seiner ausdrucksstarken Illustration auf der Vorderseite schafft man im besten Fall Interesse, durch die Kontaktdaten auf der Rückseite kann dann Dein potentieller Kunde Dein komplettes Portfolio auf Deine schicken, stets aktuellen Portfolio Website anschauen.

Wie geht man nun also vor? Am besten wählt man die aktuell stärkste Illu und lässt damit eine Postkarte drucken. Bedenke dabei, wem Du diese Karte schicken willst und wähle die Illustration danach aus. Ist es ein Kinderbuchverlag? Dann macht es keinen Sinn eine Postkarte mit einer Editorial Illu drucken zu lassen. Die Illu sollte zu dem potentiellen Kunden passen. Du kannst natürlich auch mehrere drucken lassen. Ich habe Anfang des Jahres 2 verschiedene Postkarten verschickt: eine mit einer Kinderbuchillustration und eine, auch eine Kinderbuchillustration, aber etwas schlichter gehalten. Diese habe ich auch an Werbeagenturen verschickt, die andere an Kinderbuchverlage. Recherchiere also genau, wer Deine Zielgruppe ist.
Es gibt Illustratoren, die direkt ihre Kontaktdaten auf die Vorderseite drucken lassen. Der Vorteil ist: hängt sich nun ein Lektor oder Art Director deine Postkarte an die Pinnwand, kann er ohne große Mühe direkt Deine Kontaktdaten sehen und Dich anrufen. Ich habe das bisher nicht gemacht und trotzdem gute Resonanz erhalten. Es steht Dir also frei es so zu machen, wie es für Dich richtig ist.

 Das ist meine Promopostkarte, die ich Anfang diesen Jahres verschickt habe.

Bär im Wald Kinderbuchillustration

Wichtig ist nun die Rückseite. Hier druckst Du, optisch ansprechend, Dein Logo, Deinen Namen, Deine Emailadresse und Deine Telefonnummer. Wenn Du magst, kannst Du noch Deine Adresse drauf schreiben. Ich lasse es weg, denn wer kontaktiert Dich per Brief, um mit Dir ein aktuelles Jobangebot zu besprechen? Genau- niemand! Du wirst angemailt, oder angerufen. Wenn Du Social Media machst und überall den selben Namen benutzt, kannst Du das auch noch dazu schreiben.

Schön ist es dann, wenn die Rückseite auch noch optisch ansprechend gestaltet wird. Du kannst z. B. einen Charakter aus Deiner VorderseitenIllu noch einmal auftauchen lassen.
Hast Du ein Corporate Identity für Deine Firma (ja, auch als Illustrator bist Du eine Firma, die Logo und Branding haben sollte), dann lasse es auch hier einfließen.

 

 Habe ich bereits persönlichen Kontakt gehabt, dann schreibe ich handschriftlich einen kleinen Gruß noch dazu- als Sprechblase von dem Bären. Ansonsten kommt nun nur noch die Adresse drauf, zu Händen meiner Kontaktperson.
Nun hast Du Deine Akquise Postkarte. Nun beginnt die Suche nach den richtigen Ansprechpartnern. Das ist immer sinnvoll diese direkt anzuschreiben. Ansonsten läufst Du Gefahr, dass ausgerechnet Deine liebevoll gestaltete Karte unnötige Umwege nimmt und vielleicht gar nicht bei der richtigen Person ankommt. Ansprechpartner findest Du bei bei Google, auf der Firmenwebsite, Xing, oder Du rufst direkt bei der Firma, Agentur oder dem Verlag an und erfragst die richtige Kontaktperson. Wenn Du IllustratorIn für Kinder- und Jugendbücher bist und den richtigen Ansprechpartner in einem Verlag suchst, dann ist eine weitere Möglichkeit ist die Suche auf der Seite vom Verzeichnis für Kinder- und Jugendbuchverlage (-> klick)
Hier sind alle aktuellen Lektoren verschiedener (nicht von allen!) Verlagen aufgeführt.
Und nun sein vorbereitet! Sei darauf vorbereitet, dass Dein potentieller Auftraggeber von Deiner Postkarte BEGEISTERT sein wird, und mehr sehen will. Aktualisiere an besten VOR dem verschicken der Postkarte Dein Onlineportfolio, damit Du Dich im allerbesten Licht präsentieren kannst!
Nun noch einmal zusammengefasst:
1. Zielgruppe- Sei Dir klar, WEN Du ansprechen willst und richte Deine Postkarte danach aus.
2. Gezielt – schaue Dir vor dem Verschicken die Webauftritte oder das Verlagsprogramm genau an. Mache       keine Gießkannenwerbung, sondern spare Geld mit Werbung an der richtigen Adresse. Damit ist es             günstiger und gleichzeitig erfolgreicher.
3. Personen – Kenne Deine Ansprechpartner – damit die Karte zielgenau ankommt.
4. Zeitpunkt – wähle den richtigen Zeitpunkt. Wäge ab, ob eine Zeit wie Weihnachten besser ist, oder eine       andere Zeit im Jahr? z.B. Valentinstag?
5. Sei bereit! – sei darauf vorbereitet, dass die Postkarte Erfolg hat und der potentielle Kunde mehr sehen           will. Halte also Deine Internetseite aktuell.
Hier ist meine aktuelle Postkarte, die ich vorgestern an meine größtenteils schon bestehenden Kontakte verschickt habe:

Extratipp:

Menschen lieben Geschichten! Besonders in den Branchen, die Illustrationen verwenden. Mache Dir dies zu nutze. Wenn Du eine Illustration extra für eine Akquisepostkarte erstellst, dann erzähle doch eine lustige Geschichte.

Ich habe mein diesjähriges Weihnachtsmotiv auch nicht nur einfach so gezeichnet. Es basiert auf der Werbepostkarte, die ich vor 2 Jahren verschick habe. Diese Postkarte ist bei den Lektoren sehr gut angekommen und ich habe auf Messen wiederholt gehört, dass sie diese Karte besonders toll fanden. Mein diesjähriges Motiv ist deshalb eine Art Fortsetzung.

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